Alles wird teurer, selbst das Sterben bzw. das Begraben werden, denn auch die Preise für Begräbnisse steigen. Hinzu kommt, dass die gesetzlichen Krankenkassen seit dem 01.01.2004 das Sterbegeld aus ihrem Leistungskatalog gestrichen haben. Der Grund für diese Entscheidung ist einfach, der Gesetzgeber wollte Geld einsparen. Wenn man sich sein eigenes Begräbnis nicht leisten kann, springt das Sozialamt ein. Doch diese finanzierten Begräbnisse sind sehr einfach und schlicht und entsprechen sicherlich nicht den Vorstellungen und Wünschen des Verstorbenen. Bei dieser kostengünstigen Variante können keine persönlichen Wünsche berücksichtigt werden. Dabei hat jeder Mensch eine würdige Beerdigung verdient, die sich nach seinen Vorstellungen richtet, jedoch kosten solche Begräbnisse eine Menge Geld. Geld, das die meisten Menschen nicht haben, denn viele versäumen es noch zu Lebzeiten für ihr Begräbnis zu sparen. Sicherlich gibt es schönere Ereignisse, für die man Geld anlegen kann, doch wenn man nicht selber für eine würdige Beerdigung sorgt, kann man sich nicht darauf verlassen, dass nach dem Tod die Familie im Stande ist ein schönes Begräbnis auszurichten. Wer aber auch noch in einem höheren Alter für seinen letzten Gang vorsorgen möchte, für den gibt es auch hier eine Versicherung, die Sterbegeldversicherung. Viele Versicherungsgesellschaften bieten mittlerweile diese Versicherung an. Bei dieser Art der Versicherung zahlt man bis zum Versicherungsende oder Tod jeden Monat einen Betrag (die Höhe kann stark variieren, dennoch gilt je höher das Eintrittsalter in diese Versicherung, desto höher auch die monatlichen Versicherungsbeiträge), die Versicherungssumme wird vorher festgelegt. Bei den meisten Versicherungen muss die Summe mindestens 500 Euro und höchsten 12.500 Euro betragen. Die Versicherung läuft bis zum 60., 65., 70. etc. Lebensjahr, je nach Vereinbarung und höchstens bis zum 100. Geburtstag. Nach Ablauf der Versicherung wird die Versicherungssumme ausgezahlt. Verstirbt man vorher, können die Hinterbliebene durch die Summe der Versicherung die Beerdigung bezahlen. Doch für wen lohnt sich diese Versicherung wirklich und hält sie was sie verspricht?
Was sind die Nachteile dieser Versicherung?
Die Sterbegeldversicherung ist eine recht neue Versicherung, mit der die meisten Menschen noch keine Erfahrungen gemacht haben. Die Versicherung weist einige Nachteile auf, so tritt der Versicherungsschutz erst nach ein bis drei Jahren in Kraft. Verstirbt der Kunde noch in dieser Wartezeit, werden den Hinterbliebenen meist nur die eingezahlten Versicherungsbeiträge zurückgezahlt, manchmal auch nur die Hälfte. Dennoch zahlt die Versicherung bei einem Unfalltod die volle Versicherungssumme, auch während er Wartezeit. Wenn man die Versicherung „frühzeitig“ abschließt und die Versicherungsbeiträge bis zum Versicherungsende einzahlt, ist zu befürchten, dass die eingezahlten Versicherungsbeiträge die eigentlich ausgezahlte Versicherungssumme übersteigen, demnach wäre diese Versicherung ein Verlustgeschäft für den Kunden.
Welche alternative Versicherung kann man abschließen?
Will man trotzdem mit einer Versicherung für sein Begräbnis vorsorgen, bietet sich eine Kapitallebensversicherung an, denn bei dieser Versicherung kann man nicht nur Geld profitabel anlegen, sondern ist auch im Todesfall versichert. Stirbt der Kunde vor Ablauf der Versicherung, bekommen die Hinterbliebenen die gesamte Versicherungssumme ausgezahlt, sodass man mit ihr eine würdige Beerdigung finanzieren kann. Die Beiträge für diese Versicherung sind zwar etwas höher, doch es besteht nicht die Gefahr, dass man mehr einzahlt, als man am Ende herausbekommt. Zudem ist diese Geldanlage risikoloser als Aktiengeschäfte und man kann sich auf Überschussbeteiligungen freuen, die die Versicherungssumme verdoppeln oder sogar verdreifachen können. Somit ist die Versicherung Kapitalleben auf längere Sicht die günstigere und lohnendere Versicherung.